Im Jahre 1976 entschlossen sich zwei lebenslustige Kegelvereine, gemeinsam Karneval zu feiern und der Lebensfreude freien Lauf zu lassen. Die schwarze Farbe und die farbenfrohen Kostüme kamen etwas später dazu. Dennoch ist dieses Jahr das Gründungsjahr der Poller Böschräuber.

Wir verstehen uns als Karnevalsverein mit einer Kostümwahl, die ein Maximum an Verkleidung ermöglicht. Wir verfolgen dabei keinerlei ethnologische Ziele, und wir erheben in diesem Zusammenhang auch nicht den Anspruch einer gewissen Authentizität.

Wir sind ausschließlich Produkte unserer Phantasie, der wir nicht nur zur Karnevalszeit, sondern auch bei Festivitäten das ganze Jahr über, freien Lauf lassen. Hierzu gehören Auftritte bei Karnevalsveranstaltungen, Karnevalsumzügen, Auftritte bei Geburtstagsfeiern oder sonstigen privaten Veranstaltungen.

Lebensfreude und Vergnügen in der Gemeinschaft sind dabei unsere einzigen Ansprüche. Wir gehören zur losen Gemeinschaft der Kölner Stämme und nehmen gelegentlich an gemeinsamen Veranstaltungen mit den befreundeten Vereinen teil.

Wohl fühlen wir uns natürlich insbesondere in Poll. Hier sind wir zu Hause, und hier versuchen wir - soweit als möglich - am öffentlichen Leben der "dörflichen" Gemeinschaft teilzunehmen.

Unsere Geschichte ist die Geschichte eines kleinen, originellen und urwüchsigen Karnevalsvereins. „Wir waren im Kegelclub mit zehn Personen. Und dann kam die Frage: 'Was machen wir Karneval?' - 'Ich weiß nicht...' Beginnen wir mit dem Schminken. Es standen eine Menge Pöttchen auf dem Tisch. Wenn man verschiedene Farben nimmt und beginnt sich ganz langsam mit dem rechten Zeige- und Mittelfinger zu beschmieren, ohne Ziel, ohne zu wissen, was wird, allein mit satten, fettigen, erdigen Cremefarben, bewaffnet mit Handspiegeln, begibt man sich auf eine phantastische Reise zu einem völlig unbekannten Ich.“

1980 kam dann der Nachwuchs, die Kinder von verschiedenen Mitgliedern. Sie gestalteten die Poller Züge zur Sensation. Da die Pänz noch nicht laufen konnten, haben wir einen alten Buggy verkleidet, da kamen ein paar Ballen Stroh rein, so dass die Kinder mittags schlafen konnten. Waren denn die ganz Kleinen auch schwarz? Ja ein bisschen nicht so schlimm. Kostümiert waren sie alle und die Bäckchen waren schwarz. Gewickelt wurden sie auf der Kegelbahn... (FORTSETZUNG FOLGT)